Was würde Philipp mit einer Milliarde anfangen und wer sind die neuen Hosts von Beyond Billions?

Shownotes

Was würdest Du mit einer Milliarde machen? 89 Folgen lang hat @Philipp Habdank diese Frage seinen Gästen gestellt. In Folge 90 drehen wir den Spieß um – und Philipp muss selbst ran. Nur so viel: Ein legendärer Fußballer spielt eine Rolle. Wer wissen will, was er mit der Milliarde anfangen würde, hört rein. 🎧

Denn Folge 90 ist auch Philipps letzte als Host von BEYOND BILLIONS. Nach knapp vier Jahren übergibt er an unseren Chefredakteur @Sebastian Schmid und an @Xavier Sarras, Founding Partner von 4P CAPITAL. Der Podcast wird also Chefsache – und bekommt einen Co-Host, der selbst Kapital einsammelt.

Was sich ändert: → Künftig immer montags, alle zwei Wochen. → Ab der nächsten Folge gibt’s uns auch als Video-Podcast. → Mehr „Talk of the Town“: Wenn im Markt was passiert, nehmen wir uns das große Thema vor. → LP, GP und Portfoliounternehmen an einem Tisch. → Und endlich Raum für das, worüber die Branche ungern redet: Fundraisings, die gegen die Wand gefahren sind. Broken Deals. Strategien, die nicht aufgegangen sind.

Wir sind ziemlich gut darin, Erfolge zu feiern. Und noch besser darin, Nicht-ganz-Erfolge als Erfolge zu verkaufen. Gelernt wird aber woanders.

Außerdem in der Folge: an welchen zwei Adressen sich Philipp die Zähne ausgebissen hat (eine davon wirbt mit einem Rapper), seine Lieblingsfolge aus 90 – und warum LPs die schüchternste Spezies im Markt sind.

GPs mit einer Geschichte übers Scheitern, LPs mit Mut zum Mikro: Meldet euch! Wunschgäste gerne in die Kommentare. Öffentlich erhöht den Druck.

🎧 Jetzt reinhören:

Danke, Philipp, für 90 Folgen!

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Mehr zum Private-Markets-Themen der Börsen-Zeitung gibt es im Newsletter "Beyond Billions" https://abo.boersen-zeitung.de/newsletter

und auf der Website der Börsen-Zeitung: https://abo.boersen-zeitung.de/private-markets

Wer mit Sebastian, Xavier und vielen Private-Markets-Verantwortlichen in den direkten Austausch gehen will, kann dies während der Private Markets Week 2026 vom 8 bis 10. Dezember in Kronberg. Hier geht's zur Anmeldung: https://live.boersen-zeitung.de/veranstaltungen/private-markets-week-2026/

Weitere Themen der Börsen-Zeitung findet Ihr unter: www.boersen-zeitung.de

Ansprechpartner Sales Ihr interessiert euch für ein Sponsoring des Podcasts oder für die vielen weiteren Private-Markets-Produkte der Börsen-Zeitung? Dann tretet gern in den Austausch mit unserem Sales-Team. Eva Kammler: E.Kammler@boersen-zeitung.de

Transkript anzeigen

00:00:17: Philipp Habdank Ja, hallo, meine lieben Podcast-Freunde. Willkommen zur 90. Folge von Beyond Billions, dem Private-Markets-Podcast der Börsen-Zeitung. Heute ist eine besondere Folge, zumindest für mich. Denn die 90. Folge wird gleichzeitig meine letzte als Host dieses wundervollen Podcasts sein. Nach knapp vier Jahren werde ich die Börsen-Zeitung zum Monatsende verlassen und damit auch Beyond Billions. Was mir den Abschied allerdings etwas leichter macht, ist das Wissen, dass es mit dem Podcast auf jeden Fall weitergeht und dass er in guten Händen liegt, wenn auch künftig in einem anderen Format. Beyond Billions wird zur Chefsache. Denn künftig begrüßt euch Sebastian Schmid, der Chefredakteur der Börsen-Zeitung, als Co-Host. Zusammen mit Xavier Saras wird er für euch die wichtigsten Private-Markets-News und -Themen einordnen. Und die beiden sind jetzt auch hier bei mir im Podcaststudio. Ich freue mich sehr. Schön, dass ihr da seid, Xavier, Sebastian.

00:01:21: Sebastian Schmid Ja, danke, Philipp. Für mich auch eine Premiere, aufregend. Ich war ja nicht so oft bei Beyond Billions zu Gast, um nicht zu sagen: gar nicht. Das ist also ein First – und das soll nicht heißen, dass ich mich bei Private Markets gar nicht auskenne. Aber mir ist schon klar, dass ich als Chefredakteur eher Generalist bin. Ich finde das Thema spannend, und ich habe ja auch gesagt, dass es für uns wichtiger wird. Deswegen bin ich begeistert, dass ich hier jetzt mitwirken kann. Ich habe mir gedacht: Wenn wir uns jetzt gezwungenermaßen neu aufstellen müssen, weil wir dich leider verlieren, können wir ja auch überlegen, ob wir nicht Expertise aus dem Markt holen. Ich kannte Xavier schon länger und hatte dann den spontanen Geistesblitz, dass wir uns jemanden holen, der im Markt verankert ist, trotzdem offen und kritisch ist und mir wahrscheinlich gerne helfen will, dieses Baby weiterzuentwickeln – für die nächsten 90 Folgen vielleicht. Aber stell dich doch kurz selbst vor, Xavier. Ich freue mich auf jeden Fall riesig, dass wir es jetzt zusammen angehen.

00:02:18: Xavier Saras Ja, vielen Dank, Sebastian, und vor allem vielen Dank, Philipp. Ich freue mich, dass ich es geschafft habe, trotz der ausgebliebenen Einladung als Podcast-Gast jetzt tatsächlich Co-Host zu werden. Philipp, danke für die Schnellpromotion mit dem Übergang. Ich bin Private-Markets-Akteur, eigentlich als Quereinsteiger. Ich war Unternehmer über zweieinhalb Jahrzehnte, konnte dann einen kleinen Exit nach Hause fahren und habe als Angel Investor angefangen, also ganz unten in der Wertschöpfungskette der Private-Markets-Investoren, und bin so in Venture Capital eingestiegen. Stück für Stück hat sich das ausgebaut, und mittlerweile bin ich Gründungspartner eines Unternehmens namens 4P Capital. Wir sind ein sogenannter Emerging Manager im Private-Markets-Segment, hauptsächlich in Venture Capital und Private Equity unterwegs und sehr viel auch im Impact Investing. Darüber werden wir im Laufe der Zeit sicherlich noch mehr sprechen – ob Impact denn nun Impact ist oder ob es andere Assetklassen braucht. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt auf diese Zeit. Deinen Podcast habe ich natürlich als Hörer sehr genossen, Philipp, und die vielen verschiedenen Folgen, die du bringen konntest. Es ist mir eine Ehre und vor allem eine Freude. Noch mal vielen Dank für die Einladung, dass ich hier dabei sein und das jetzt als halbwegs neutraler Marktakteur mitgestalten darf.

00:03:32: Sebastian Schmid Gucken wir mal. Dafür bin ich ja da, um darauf zu achten, dass die Neutralität gewahrt bleibt, Xavier. Aber ich habe gar keine Zweifel, dass wir das gut hinbekommen. Ein bisschen weg von der Neutralität hilft ja manchmal auch, um etwas kontroverser zu diskutieren. Das ist vielleicht auch Teil dessen, was wir vorhaben. Aber noch eine Frage an Philipp, denn jetzt haben wir das Know-how und die Erfahrung von 90 Folgen noch hier: Wenn du zurückblickst, was sind deine wesentlichen Erkenntnisse aus den vielen Gesprächen mit der Community, aus deiner Podcast- und vielleicht auch Host-Erfahrung bei der Private Markets Week?

00:04:10: Philipp Habdank Ich finde es total cool zu sehen, dass man mit einem Nischenpodcast – und das ist er am Ende immer noch – dieses Thema recht groß und bekannt machen kann und dass es dafür einen Markt und Raum gibt. Man wird auf Veranstaltungen auf diesen Podcast angesprochen, das ist schon ziemlich cool. Es war ja nicht klar, ob es sich lohnt, für ein Nischenthema einen Podcast zu machen. Aber die Erkenntnis, dass es da wirklich Interesse gibt, finde ich sehr gut. Ich habe außerdem gelernt, dass Immobilienthemen ein krasses Pflaster sind – auch innerhalb der Private-Markets-Welt ist das eine komplett eigene Welt. Und ich habe einfach sehr viel gelernt und engere Kontakte geknüpft, als man sie durch ein ganz normales Interview hat. Das nehme ich auf jeden Fall mit.

00:05:05: Xavier Saras Teilen wir uns die Aufgabe, Sebastian. Es gibt ja ein paar, sag ich mal, Träume, die manchmal unerreicht bleiben. So richtig harte Dinge, an denen du dir die Zähne ausgebissen hast.

00:05:15: Philipp Habdank Sag es doch, wie es ist: Wo hast du versagt, Philipp?

00:05:19: Xavier Saras Wo hast du versagt? Das will ich an der Stelle gar nicht erst andeuten. Ich will eigentlich wissen, welche Fehler du gemacht hast, die ich nicht mehr machen muss. Nee, jetzt mal ganz im Ernst: Gibt es Träume, die unerreicht geblieben sind? Dinge, die du mit Beyond Billions auf jeden Fall noch erreichen wolltest und bei denen wir dir als Übernehmer der Legacy helfen können?

00:05:36: Sebastian Schmid Genau, wir müssen jetzt wissen, was wir als Erstes angehen sollen, damit wir dir als Hörer wenigstens den Traum erfüllen können, den du als Host nicht erleben konntest.

00:05:43: Philipp Habdank Also, ich habe mir an zwei Adressen absolut die Zähne ausgebissen. Die eine ist Trade Republic. Die wollte ich unbedingt mal im Podcast haben, nachdem sie mit Apollo und EQT so richtig groß ins Geschäft eingestiegen sind und ziemlich progressive Werbung gemacht haben, mit einem Rapper, der dir Private Markets erklärt. Da hätte ich gern mal Christian Hecker interviewt, aber ich habe es bislang nicht geschafft, ihn vors Mikro zu kriegen. Vielleicht kriegt ihr das ja hin.

00:06:14: Xavier Saras Gut, Sebastian, wir brauchen auf jeden Fall einen Deutschrapper hier im Podcast. Ich rappe euch auch die Private Markets vor, kein Problem.

00:06:24: Philipp Habdank Sehr gut, Haken dran. Und dann die DWS mit Stefan Hoops, den hätte ich auch gerne mal gehabt – wobei sie ja nicht mehr DWS heißt, sondern Deutsche Asset Management. Die hatten einen eigenen Ausflug ins Direct Lending gestartet, das hat nicht so gut funktioniert, dann sind sie wieder näher mit der Deutschen Bank zusammengerückt. Da hätte ich einfach sehr, sehr viele Fragen an Herrn Hoops gehabt, aber der Podcast kam leider nie zustande. Vielleicht kriegt ihr das ja hin.

00:06:50: Sebastian Schmid Ja, das Angebot ist raus. Ich glaube, Herr Hoops macht so viel Sport wie ich. Ich bin bereit, die Vorbesprechung in ein sportliches Event auszulagern. Wir sind auf jeden Fall dran. Wenn wir nach 100 Tagen die erste Zwischenbilanz ziehen, müssen wir schauen, ob wir wenigstens einen der beiden Träume umsetzen konnten. Es wird eine Challenge. Challenge accepted, sag ich mal, Philipp.

00:07:11: Xavier Saras Gut, das heißt, wir machen Sport-Chats mit Private-Markets-Playern, während wir über Private Lending und die Zukunft der DWS sprechen. Finde ich gut. Apropos Charts: Gibt es da nicht noch einen anderen unerfüllten Traum, Philipp?

00:07:21: Philipp Habdank Ja, der ganz große Traum mit Beyond Billions war, in die Spotify-Charts zu kommen. Machen wir uns nichts vor: In den Mainstream-Charts hat man keine Chance. Wir sind kein True Crime, wir sind nicht „Gemischtes Hack“ oder wie diese ganzen Laber-Podcasts heißen. Aber in die Business-Charts, diese speziellen Nischenkategorien, wäre ich schon gern reingekommen. Ich glaube, das geht auch noch, aber dafür haben die vier Jahre nicht gereicht.

00:07:48: Xavier Saras Okay, Sebastian, dann sind wir jetzt dran. Aber wir brauchen Deutschrapper, dann kommen wir auch in die Charts.

00:07:52: Philipp Habdank Was tatsächlich schon helfen kann: Das Thema Private Markets wird jetzt einem breiteren Publikum zugänglich, weil alle an die Retailanleger wollen. Wir haben das Altersvorsorgedepot, wir haben den ELTIF. Das Thema kratzt schon deutlich mehr an der Mainstream-Schwelle, und ich glaube, dadurch könnte es noch mehr Aufmerksamkeit bekommen und dann auch chartrelevant werden.

00:08:19: Xavier Saras Da musst du inhaltlich wahrscheinlich auch ein bisschen drauf achten. Da würde ich schon mal einen ersten Aufruf starten – ich glaube, wir sagen es nachher auch noch mal ganz explizit: Liebe Hörer, wenn ihr das jetzt alles hört, verzeiht es uns, wir sind neu. Gebt uns euren Input, sagt uns, was ihr hören wollt und was für euch relevanter Content ist. Es gibt so viele Kanäle, uns zu erreichen, sei es über LinkedIn, per E-Mail, über die Webseiten oder gerne auch persönlich. Wir hören da hin, das schon mal vorneweg. Wir sprechen später sicherlich noch ein bisschen mehr darüber.

00:08:50: Sebastian Schmid Sehe ich genauso. Noch eine Frage, die sich mir stellt: Wir hatten jetzt die unerfüllten Träume. Bleibt natürlich der erfüllte Traum. Was war denn deine Lieblingsfolge? Ich mache es mal so, dann musst du dich wirklich entscheiden: Gab es bei 90 Folgen einen Favoriten?

00:09:05: Philipp Habdank Boah, das ist schwierig, echt schwierig. Ich entscheide mich zwischen drei und versuche, auf dem Weg dahin noch ein bisschen Zeit zu gewinnen. Ich schwanke zwischen drei Folgen. Zum einen Jan Philipp Schmitz von Ardian, weil ich es echt bemerkenswert finde, wie es einer der wenigen deutschen Manager bei einem richtig großen internationalen Asset Manager wirklich in die oberste Riege geschafft hat. Diese Geschichte zu hören, war super interessant. Ich fand aber auch die aggressiven Investoren auf Steroiden total geil, weil ich da sehr viel Abschreckendes über diese Welt gelernt habe, nämlich wie hart Investoren in Restrukturierungsfällen tatsächlich gegeneinander kämpfen.

00:09:44: Xavier Saras Das war die Folge mit Mark Hoffmann von Robus.

00:09:46: Philipp Habdank Genau. Die sind ja auch nicht von Traurigkeit. Er hat mir dieses Thema Creditor-on-Creditor Violence erklärt, bei dem sich Gläubigergruppen untereinander wirklich hart angehen. Das war sehr interessant und spannend.

00:10:04: Xavier Saras Der Gangster-Rap der Private Markets.

00:10:06: Philipp Habdank Das ist der Gangster-Rap. Die Wall-Street-Credibility. Und das Dritte sind meine Sportfolgen: mit Ingo Straus, der jetzt Anwalt bei Latham ist. Er war früher Handballprofi und berät jetzt Investoren bei allen möglichen Prozessen, etwa beim Einstieg. Und Oliver Bierhoff zu interviewen und über Sport zu reden, war auch sehr cool. Aber wenn ich mich festlegen muss, ist die geilste Folge am Ende die mit den aggressiven Investoren auf Steroiden, einfach weil es so wild ist, was da abgeht. Da verliert man ein bisschen den Glauben an das Gute im Kapitalismus, um ehrlich zu sein.

00:10:47: Sebastian Schmid Gut, Philipp mag es, wenn es knallt. Vielleicht ist das auch eine Lesson learned für uns: Wir müssen gucken, wo die Street Credibility am größten ist, und dann gehen wir da rein.

00:10:57: Philipp Habdank Immer dahin gehen, wo es wehtut.

00:10:59: Sebastian Schmid Gut, wir werden sehen. Ich bin gespannt, was irgendwann unsere Lieblingsfolge ist und ob wir etwas vergleichbar gut finden. Ich muss gestehen, die fand ich auch sehr spannend. Wobei da tatsächlich einige waren, und ich hätte mich super schwer getan, aus den 90 Folgen eine herauszusuchen. Aber wenn man selbst aufnimmt, ist das ja noch mal etwas anderes. Willst du vielleicht noch etwas von uns wissen, Philipp? Jetzt wäre ja die Gelegenheit, dass du auch mal Fragen stellst und nicht nur beantwortest.

00:11:20: Philipp Habdank Absolut. Mich würde brennend interessieren, was ihr vorhabt, wohin ihr den Podcast entwickeln und was ihr vielleicht ein bisschen anders machen wollt. Könnt ihr da schon ein, zwei konkrete Sachen sagen?

00:11:31: Sebastian Schmid Einen Ansatz hat Xavier bereits genannt: Wir wollen mehr aus der Community hören, auch, was Talk of the Town ist. Wir werden uns ein paar Unterformate aussuchen, die wir genauer bespielen. Also nicht nur ein Interviewgast, sondern auch größere Themen, wenn etwas Aktuelles passiert, sei es ein neuer Private-Credit-Default in den USA oder sonst etwas. Wir wissen natürlich selbst, dass Private Markets mit enormen Chancen, aber auch enormen Risiken verbunden sind. Da geht auch mal etwas schief, und ich glaube, daraus lernt man in der Community richtig viel – wenn jemand bereit ist zu sagen: „Hey, was ist schiefgegangen, woran lag es, was ist gescheitert?“ Da werden wir hoffentlich Leute finden, die dazu etwas erzählen. Denn Lessons learned heißt eben auch, aus Fehlern zu lernen. Xavier, wir haben noch einiges mehr vor. Was willst du noch als Ausblick geben?

00:12:22: Xavier Saras Ich glaube schon, dieses Failure-Thema – in Startup-Kreisen nennt man das „Fuck-up Nights“ – liegt mir am Herzen. Denn wir sind eine Industrie, die ganz groß darin ist, ihre Erfolge abzubilden, und ganz groß darin, auch die nicht ganz so großen Erfolge noch als Erfolge zu positionieren. Deswegen an der Stelle an alle meine GP-Freunde: Seid mutig! Wir können nur voneinander lernen. Ich glaube, wir brauchen eine, sagen wir, amerikanischere Art, über Failure nachzudenken: als Learning Opportunity, um gemeinsam daraus zu lernen. Ich bin auch bereit, unsere Fehler, meine Fehler aufzudecken. Ich lade also meine GP-Freunde ein: Meldet euch gerne bei mir, wenn ihr Fehler teilen wollt – Dinge, die schiefgegangen sind, Fundraisings, die brachial gegen die Wand gefahren sind, Produkte, die nicht funktioniert haben, Investmentstrategien, die nicht aufgegangen sind, oder einfach mal ein Broken Deal aus Gründen, die vielleicht nicht so evident sind. Das sind Dinge, die mich interessieren. Sie bringen mehr Menschlichkeit rein. Wir sind alle Menschen, die in dieser Industrie agieren und natürlich erfolgreich sein wollen, aber da ist einfach viel rauszuholen. Das ist der eine Aspekt. Der andere ist, auf dem aufzubauen, was Philipp so sympathisch aufgebaut hat, und daraus noch mehr zu entwickeln: diese Menschlichkeit, mehr Freude ins Thema bringen, es locker sehen und lockere Unterhaltungen bringen, die in Summe auch einen gewissen Unterhaltungswert haben. Da wollen wir auf dem aufbauen, was du schon etabliert hast. Das wäre mir am wichtigsten.

00:13:57: Sebastian Schmid Danke. Ich glaube, es ist eine gute Chance, mit den drei verschiedenen Perspektiven zu reden – im Prinzip LP, GP und eben auch Unternehmen, die in Private-Markets-Hand sind, sich dorthin begeben haben oder daraus hervorgegangen sind –, um die verschiedenen Blickwinkel wahrzunehmen und zusammenzubringen. Und natürlich, wie du sagst, auf menschliche Art zu schildern, wie Dinge erlebt werden. Denn am Ende hört man einen Podcast meistens nebenbei, auf dem Weg zur Arbeit, unterwegs, beim Joggen oder Fahrradfahren. Da will man bei allen Lessons learned, die man mitnimmt, natürlich auch unterhalten werden. Das ist auch unser Anspruch.

00:14:36: Xavier Saras Finde ich super, dass du das noch erwähnst. Natürlich spreche ich an dieser Stelle auch alle LP-Freunde an: Traut euch doch auch mal vors Mikro.

00:14:46: Philipp Habdank Das ist auch noch mal eine Lesson learned: Die sind sehr schüchtern. Wenn ihr die vors Mikro kriegt, wäre das sehr cool.

00:14:54: Sebastian Schmid Ich sag mal so: Gerade am Anfang muss man die Latte hochlegen und die Challenge annehmen. Wir werden ja mindestens ein paar LPs auf der Private Markets Week treffen, und es wäre doch schwierig, wenn wir nicht einen davon überzeugen könnten, bei uns vorbeizuschauen.

00:15:10: Xavier Saras Das ist das Schöne am Aufruf an die Community: Tut uns den Gefallen und schreibt oft, dass ihr auch LPs hören wollt, dann fällt es uns vielleicht leichter. Ihr könnt auch gerne welche benennen, auch öffentlich auf LinkedIn, dann wird der Druck noch höher.

00:15:22: Philipp Habdank Ja, bei zwei Adressen habe ich ja sogar schon öffentlich ein bisschen Druck ausgeübt, vielleicht hilft es ja. Das klingt doch schon sehr gut und sehr spannend. Ich werde den Podcast auf jeden Fall hören und bin gespannt, was ihr vorhabt.

00:15:35: Xavier Saras Gut, dann können wir vielleicht noch zwei Dinge kurz ansprechen. Das eine ist: Wann geht es weiter? Wir haben uns vorgenommen, nach den Herbstferien loszulegen, dann wahrscheinlich erst mal alle zwei Wochen. Die Fußstapfen, in die wir treten, sind groß. Für das wöchentliche Format bitten wir kurz um Verzeihung, diese Frequenz schaffen wir nicht gleich. Aber alle zwei Wochen wollen wir für euch da sein. Das Zweite – und das ist mir ehrlich gesagt eine riesige Freude: diese Frage, nachdem ich sie 200 Mal gehört habe, endlich mal dir stellen zu können. Philipp, du hast auf diese Frage Antworten bekommen, die mal eher trocken und professionell waren, mal vielleicht ein bisschen unmutig. Da hätte man auch deutlich bolder antworten können. Deswegen der Aufruf, ganz ohne Druck, mein Lieber: Was würdest du, lieber Philipp, machen, wenn du eine Milliarde zur Verfügung hättest?

00:16:28: Philipp Habdank Ich kann jetzt ja gar nicht anders, ich muss irgendwas Verrücktes sagen. Na gut: Kennt ihr George Best?

00:16:35: Xavier Saras Ich ahne, was kommt.

00:16:37: Philipp Habdank Legendärer Fußballer. Der hat den Satz gesagt: „Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Frauen und schnelle Autos ausgegeben. Den Rest habe ich verprasst.“

00:16:49: Xavier Saras Sehr gut, das ist ein Lebensmotto, würde ich sagen.

00:16:52: Philipp Habdank Ja. Aber wenn ich eine ernste Antwort geben soll: Ich würde mit einer Milliarde ein bisschen etwas investieren, damit ich an die guten Töpfe im Private-Markets-Geschäft rankomme. Denn wer mehr Geld hat, bekommt dort durchaus bessere Konditionen – auch das eine Lesson learned aus diesem Podcast.

00:17:09: Xavier Saras Da muss ich kurz unterbrechen. Ich hoffe, das Capital-Formation-Team bei mir hört zu: Philipp Habdank bitte ins CRM eintragen und kontaktieren.

00:17:16: Sebastian Schmid Genau, wenn er die Milliarde hat.

00:17:19: Philipp Habdank Ja, nee, aber es ist so ein Traum: Wenn man wirklich eine Milliarde hätte, ohne irgendwelche Restriktionen, finanziell ausgesorgt – ich glaube, dann würde ich alles in den Podcast ballern. Ein richtig cooles Medienformat aufbauen, ohne finanziellen Druck, mit der geilsten Technik, dem geilsten Equipment und einem Monstermarketing, und einfach richtig geilen Journalismus machen, ohne wirtschaftliche Zwänge. Das wäre ein Traum mit einer Milliarde.

00:17:44: Sebastian Schmid Der Mann hat Spaß an seinem Beruf.

00:17:46: Xavier Saras Leidenschaft pur. Ich glaube, auf eine bessere Art könntest du dich gar nicht verabschieden. Ich sage schon mal vielen, vielen Dank, dass du uns diese Staffel übergibst, das ist uns eine große Ehre. Das letzte Wort überlasse ich natürlich unserem Chefredakteur.

00:18:00: Sebastian Schmid Ja, dann hoffen wir auf jeden Fall, dass ihr ein bisschen Geduld mitbringt. Wie gesagt, nach den Herbstferien sind wir wieder da, mit einigen neuen Formatideen, und wir hoffen, dass ihr sie spannend findet. Wenn ihr uns bis dahin noch Ideen mitgeben wollt: Der Aufruf gilt. Wir nehmen jedes Feedback gerne auf – vor, während und nach unseren Aufnahmen – und schauen, dass wir das Erbe würdig antreten. Vielen Dank, lieber Philipp, für 90 tolle Folgen und den Aufbau dieser Marke. Wir hoffen, dass du als Hörer genauso begeistert bei Beyond Billions dabei bist wie vorher als Host. Danke dir.

00:18:33: Philipp Habdank Es war mir auf jeden Fall ein großes Fest, hat richtig Bock gemacht. Tolles Format. Ich wünsche euch ganz, ganz viel Spaß damit, und ich werde es definitiv hören. Damit kommen wir zum Ende der 90. Folge und meiner letzten Folge. Ich möchte auch noch mal dem Publikum für das Feedback danken, das ich von euch allen bekommen habe, sei es über LinkedIn-Nachrichten oder auf Veranstaltungen. Das war echt cool, so viel Feedback zu bekommen. Ich wünsche euch weiterhin ganz viel Spaß mit dem Podcast. Macht es gut. Ciao.

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